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Buchmesse Olten - 1. - 4. November 2012
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Schreibwettbewerb an der Buchmesse Olten

von Klara Peter

Ein besonderes Wasser

Es ist ein dunkles Tal. Von beiden Seiten schrammen Felsen in die Tiefe. Die Steine da unten im Fluss, sie hatten nur kurze Zeit das Glück, von wärmenden Sonnenstrahlen geküsst zu werden. Dafür haben sich einige ein warmes ,,Moosfell“ umgelegt,  satt und grün und dicht. Da schwingt sich eine schwabbelnde Hängebrücke über die Wasser, dort ein Steg, der satt über die tosenden Wasser führt.

Und hoch oben, hängt wie ein Vogelnest, dessen Vögel schon längst ausgeflogen sind, ein Kurhaus. Hatten da Prinzen und Prinzessinnen, Könige und Kaiser, Körper und Seele erfrischt? Das Haus atmet noch deren Grandesse aus, die Samtvorhänge fliessen immer noch in weichen Falten, die Fauteuils lassen tief sinken, schön breit für edle Herren- und Damengesässe.

Was die edlen Leute aber damals lange nicht wussten: dass es da ein teuflisches Wasser gab. Nicht gerade, dass der Teufel darin residierte – an heiss gewohnt, wäre es ihm wohl etwas zu kalt gewesen. Aber, in diesem edlen Kurhaus, so erzählt man noch heute, gab es immer wieder erstaunliche Todesfälle. Da war die Prinzessin aus London, sie trank, wie empfohlen von diesem heiligen Wasser. Man sagte, es heile nicht nur viele Krankheiten, auch eine ersehnte Schwangerschaft trete ein. Doch der Tod ergriff sie eines Tages, mit eisiger Hand raffte er sie dahin. Vermutlich leide sie an Schwindsucht, sagten die Leute. Als aber auch der König von England sich unwohl fühlte, schlich sich Angst durch Schlafzimmer und Speisesäle. Der Pianist hatte keine Lust mehr zu Spielen, und auch die Köche erstarrten vor Angst. Und tatsächlich, das Schreckliche geschah, auch der König erlitt dasselbe Schicksal. England ohne König, ohne Prinzessin, oh my good! Aber vielleicht hatte ihn unten am Fluss, eine Schlange gebissen.

Der Prinz aber, er liebte das Wasser des Flusses nicht, besser war feiner Wein. Er fand auch, das Wasser schmecke leicht nach Eisen, es hatte auch viele rote Steine, die er sonderbar fand. Als dann auch fast die ganze Belegschaft dahingerafft wurde, kam dem Prinzen die Idee, das Wasser untersuchen zu lassen. Nach kurzer Zeit kam per Depesche aus Bern folgende Mitteilung: „Dieses Wasser ist stark arsen- und eisenhaltig und kann ihre Gesundheit gefährden“

Als ich letzte Woche dahin wanderte, hab ich kein Wasser getrunken!

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